Die beste Bildung findet ein gescheiter Mensch auf Reisen ( Johann Wolfgang von Goethe )
Die beste Bildung findet ein gescheiter Mensch auf Reisen                   ( Johann Wolfgang von Goethe )

Iran – willkommen in sicheren Gefilden

 

 

als wir auf das iranische Grenzgelände fuhren, hatten die Soldaten gerade Mittagspause.
Es gab „Estamboli“ ein sehr leckeres Reisgericht!
Sie sagten wir sollen den Lkw an die Seite stellen und erstmal essen kommen! Das war schon wieder ein super Empfang in diesem Land! Das schöne ist, die meinen das auch noch Ernst!!
Die Grenzformalitäten gingen wieder sehr schnell und wir freuten uns auf die Weiterfahrt...wenn nicht 5km nach der Grenze unser Diesel wieder alle gewesen wäre.
Die nächste Tankstelle nach Quchan war 90 km entfernt und weit und breit kein Auto. Majid ist dann mit jemandem zurück ins erste Dorf nach der Grenze gefahren und hat dort einen sehr netten Helfer gefunden. Der Mann hat aus sämtlichen Kanistern die er als Vorrat zu Hause deponiert hatte, 25 Liter zusammen gekippt und ihn mit dem Moped zurück zum Lkw gefahren.
Was für ein Glück!Wir haben ihm dann zum Dank noch unseren Kanister geschenkt. Ein einfacher Kanister mit zwei Rädern zum ziehen. Er meinte, er hätte so etwas noch nie gesehen und die Leute im Dorf auch nicht! 100 mal bedankte er sich und sagte wenn wir noch mal stehen bleiben egal wo, wir sollen ihn anrufen! Er kommt dann dort hin gefahren! Glücklich und dankbar fuhr er dann mit seinem Kanister davon.

Auf direktem Wege sind wir am kaspischen Meer entlang nach Teheran gefahren!
Wieder haben wir einige schöne Tage in Teheran mit der Familie verbracht...viele Einladungen und gutes Essen inklusive!

Der nächste Zwischenstopp war dann in Zanjan. Dort haben wir Majids Cousine besucht.
Zanjan hat uns super gut gefallen und war sehr erholsam im Vergleich zum lauten, hektischen, versmogten  Tehran! Eine ruhige saubere, moderne Stadt mit allem was man braucht!

Zwei Tage später ging es weiter Richtung Tabriz und von dort aus zur türkischen Grenze!
200km vor der Grenze verändert sich die Landschaft dramatisch und auch die Menschen.
Dort wird auch Farsi mit türkischem Dialekt gesprochen.
Als wir über die Autobahn fuhren sahen wir noch eine Massenschlägerei mit Knüppeln und Schüppen und einige blutverschmierte Männer und auch Frauen mit Tschador die aus dem Auto Knüppel holten.
Also, schnell dran vorbei!!!
 
Eine Nacht verbrachten wir noch in der Nähe von Khoy auf einem Restaurant Parkplatz mit vorzüglichem Frühstück und fuhren dann weiter nach Maku, die letzte Kleinstadt vor der iranisch / türkischen Grenze, wo wir noch einige Einkäufe erledigten. Es gibt schließlich so viel leckere Dinge im Iran, auf die wir nicht verzichten wollten!

Die Grenzabwicklung  gestaltete sich trotz illegaler Helfer etwas lang, u.a weil das Tor auf der türkischen Seite stundenlang verschlossen blieb.
Im Grenzgebäude sah Majid noch wie man einen Mann, der alle Beamten derbe beschimpfte, mit den Grenzbeamten in ein Zimmer verschwand. Die Geräusche aus dem Raum waren dann offensichtlich...

 

Mittags öffnete sich dann endlich das Tor zur türkischen Grenze...